ÖG @ ÖKT – Das Ökumenische Gymnasium auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003
[Quicklinks links ausrichten Quicklinks zentriert ausrichten Quicklinks rechts ausrichten Quicklinks ausblenden ]  Quicklinks:  Startseite · Tagesberichte · Hintergrund · Barrierefreiheit · Sitemap · Impressum

Überblicken


Einstellen

Schriftgröße:
ABCKlein
ABCNormal
ABCGroß
ABCSehr groß

Shortcuts anzeigen (Informationen).

Barrierefreie Version dieser Webseite aktivieren (Informationen).



Korrespondieren

Bei Fragen, Wünschen oder Vorschlägen:
oekt@oegnet.de



Suchen

Wer sucht, der findet. Auf oegnet.de zum Beispiel mit der Suchmaschine Google. Einfach das Suchwort in das untenstehende Feld eingeben und auf „Suchen“ klicken.





Verstehen

[Grafik: Karikatur zur Ökumene]
Abendmahlsstreit im Ökumenischen Rat der Kirchen



Nachholen

Länger mal nicht hier gewesen? Kein Problem, alle älteren News befinden sich noch im Archiv.



Betrachten

[Foto: Lichtshow auf dem Kirchentag in Leipzig]
Gottesdienste können auch anders aussehen - wie diese Lichtshow auf dem Kirchentag in Leipzig zeigt.



Zurückblicken

Der erste Ökumenische Kirchentag endete vor 6012 Tagen am 1. Juni 2003. Seit dem Schlussgottesdienst vergingen 8.662.013 Minuten (das sind 144.367 Stunden).




Presse19. 11. 2019
„Der Senf geht nicht in die Tube zurück“

Das Kirchenvolksbegehren brachte Aufbruchsstimmung in die katholische Kirche. 1,5 Millionen Menschen unterschrieben 1995 einen Forderungskatalog zu Reformen in der Kirche. Heute fällt die Bilanz durchwachsen aus. Kritiker beklagen den Misserfolg. Doch davon wollen die wenigsten Kirchenreformer sprechen.

Die Ziele waren hoch gesteckt. Doch weder die „volle Gleichberechtigung der Frau“ in der Kirche noch die „freie Wahl der Priester zwischen zölibatärer und nicht zölibatärer Form“ wurde erreicht. Nicht weit gekommen ist man auch mit einer „geschwisterlichen Kirche“. Zum Dialog mit den Bischöfen kommt es kaum. „Wir sind Kirche“ ist eine mehrheitlich im Westen Deutschlands verankerte Bewegung geblieben. Die Bilanz sieht also ernüchternd aus.

Die Kirchenreformer machten sich in den vergangenen Jahren das Leben selbst nicht leicht. Die illegale Priesterinnenweihe auf einem Donauschiff im vergangenen Sommer erzeugte ernsthafte Risse in der Geschlossenheit der Reformgruppen.

Auch wenn für Außenstehende wenig Erfolgspunkte zu vermelden sind, ziehen viele Aktive der Bewegung eine andere Bilanz. „Reges Leben unter der Eisdecke“ – unter dieser Überschrift beschrieb der emeritierte katholische Theologieprofessor Norbert Scholl einmal das Wirken der kirchlichen Reformbewegungen. „Wir sind Kirche“ kann auf sieben intensive Jahre zurückblicken, und es gibt konkrete Erfolge. Die Veranstaltungen auf Katholikentagen sind gut besucht. „Viele unserer Ideen haben durch das Kirchenvolksbegehren Breitenwirkung erlangt“, sagt einer der Aktiven, Gerd Wild. Es gibt „Lila Stola“-Aktionen und „Kirchenvolkspredigten“, mit denen die Laienpredigt etabliert worden ist.

„Viele Forderungen werden mittlerweile von Mitgliedern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken unterstützt. Sie haben begriffen, dass die Bewegung eine Stimme in der Kirche, nicht gegen die Kirche sein will“, sagt Christian Weisner, der als eine der „Schaltstellen“ der Bewegung gilt.

Die Dresdnerin Eva-Maria Kiklas wurde zudem als Vertreterin von „Wir sind Kirche“ ins Präsidium des Ökumenischen Kirchentages berufen. Das Kirchenvolksbegehren war keine seltsame Blüte aus der österreichischen Alpenrepublik. „Wir sind Kirche“ ist heute international vernetzt mit etwa 40 gleich gerichteten Reformgruppen.

„Wir sind Kirche“ ist mit der „Initiative Kirche von unten“ (Ikvu) eng verbunden und verzahnt. Auch das 23 Jahre alte Netzwerk katholisch politischer Reforminitiativen ist in einem stetigen Wandlungsprozess. Junge Gesichter sind in die Leitungsgremien dazugestoßen. „Mit der Aufnahme der Evangelischen StudentInnengemeinde in Deutschland“ (ESG) wurde ein wichtiger Schritt zur weiteren Vernetzung gemacht“, sagt Bundessprecher Bernd Göhrig.

Bei „Wir sind Kirche“ hält die Ursachenforschung darüber an, warum der Funke nach dem inspirierten Anfang 1995 nicht nachhaltig auf das Kirchenvolk übergesprungen ist. Kritiker vermissen mutigere Schritte. Missstände in der Kirche kritisieren, aber dennoch nicht der Kirche schaden wollen – eine schwierige Gratwanderung. Man will das Tischtuch nicht zerschneiden. Entlarven, Überraschen, Taktieren, diese Vorgehensweisen sind den meisten Aktiven fremd. Man wehrt sich gegen Kritik, auch nahe stehender Medien. „Durch Auszug lässt sich die römische Kirche nicht verändern“, hält Annegret Laakmann, Sprecherin der Bewegung, dagegen. „Unser Gegner heißt auch Stillstand und Resignation in der Kirche.“

Im Hinblick auf den Kirchentag in Berlin wurde die Ökumene immer mehr zu einem bestimmenden Thema. „Wir sind entschlossen, an diesem Kirchentag Zeichen zu setzen“, sagt Annegret Laakmann, „gerade weil viele von diesem Kirchentag Impulse für die Ökumene erwarten.“ Die Kirchenvolksbewegung wird gemeinsam mit der Initiative Kirche von unten und der evangelischen Gemeinde Prenzlauer Berg-Nord in der Gethsemanekirche Gottesdienste feiern, in denen „ausdrücklich zur gegenseitigen Gastfreundschaft bei Eucharistie und Abendmahl eingeladen wird“. In der Öffentlichkeit ist diese Ankündigung zum Thema Nummer eins avanciert. So stieg auch das Interesse an den katholischen Kirchenreformbewegungen.

Die Kirchenreformer sind gewillt, auf dem ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin Akzente zu setzten, die über dieses Ereignis hinausgehen und nachwirken sollen. Sie halten es mit ihren österreichischen Mitstreitern, die den Slogan prägten: „Der Senf geht nicht mehr in die Tube zurück.“

Autor: Vera Rüttimann
Quelle: Rheinischer Merkur
Vorheriger ArtikelZur ArtikelübersichtNächster Artikel


Erwarten
[Foto: Anselm Grün]
Auch auf diesem Kirchentag war der Benediktinermönch und bekannte Schriftsteller Anselm Grün mit dabei.


Finden

Eine Übersicht über alle Rubriken der ÖG @ ÖKT-Webseite findest du in der Sitemap.



Übersehen

[Foto: Plakatwerbung des Ökumenischen Kirchentages]
Kaum zu übersehen war die Werbung für den ÖKT - aber leider nur in Berlin.



Verändern

Die letzten Änderungen wurden durchgeführt in den Rubriken Impressum, Kontakt und Startseite.



Wissen

[Grafik: Sondermarke des Ökumenischen Kirchentages]
Der Ökumenische Kirchentag bekam eine eigene Sondermarke zu 55 Cent.



Nachlesen

Alle, die eine Veranstaltung auf dem ÖKT 2003 nicht besuchen konnten oder den Text nochmal nachlesen möchten, können sich viele der Beiträge auf der offiziellen ÖKT-Webseite ansehen, herunterladen oder ausdrucken.



Ansehen

[Foto: Programmheft des Ökumenischen Kirchentages]
720 Seiten umfasste allein das Programm des ÖKT. Lesen kannst du es auf der Webseite des Ökumenischen Kirchen- tages.



Nachzählen
Insgesamt fuhren 25 Lernende oder Lehrende des ÖG nach Berlin. Davon sind 20 Schülerinnen, drei Schüler und zwei Lehrer.
Eine Liste mit allen Kirchentagsfahrern des ÖG findest du in der Rubrik „Die Gruppe“.


Leben
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.
Psalm 103, 13


Copyright 2003 (Jan Philipp Fiedler und Ansgar Gilster) Weitere Informationen in Impressum und Disclaimer